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Machbarkeitsstudie, ehem. JVA, Bremen, 2023–2025


Auftraggeber:innen

Freie Hansestadt Bremen; Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung


Partnerin:

Saskia Behrens/Kalle Co-Werkstatt


Fotos

William Veder


HIER KLICKEN UND DIE MACHBARKEITSSTUDIE ANSCHAUEN

We call it FREIGANG

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Während der große, lichtdruchflutete Küchenraum neben seinen Raumqualitäten verhältnismäßig wenige Schäden aufweist, sind seine Nebenräume, wie beispielsweise der Kühlraum, im Kontrast mit extrem vielen Schadstoffen belastet.

Was ist machbar?

In Bremen gibt es eine stillgelegte JVA, die seit mehr als 20 Jahren brach liegt und langsam vor sich hinschimmelt. Die Gebäude auf dem Gelände sind nicht nur in einem – größtenteils – desolaten Zustand, sondern leider zum Teil auch schadstoffbelasted. Die Außenflächen und damit größten Teil des Geländes hat sich unterdessen längst die Natur zurückerobert. So liegt das Gelände nun ungenutzt, aber ziemlich idyllisch, zwischen Stadtrand und beliebten Naherholungsgebiet. Und so kam auch die Nachfrage und der politische Auftrag, bitte einmal zu prüfen, ob sich dieses Gelände grundsätzlich für die Durchführung von Festivals eignen würde, da an solchen Flächen ein augenscheinlicher Bedarf in Bremen besteht. Weil es nicht unserer Arbeitsweise entspricht, Dinge eindimensional und auf Monofunktion zu prüfen, haben wir uns direkt zu Anfang mit unserer Auftraggeberin darauf geeinigt, dass wir nicht „nur“ auf Festivalnutzung, sondern auch gleich auf erweiterte Formen der kulturellen Nachnutzung des Geländes prüfen.

Das haben wir ausgiebig und mit viel Einsatz gemacht und zudem, in einem – ebenfalls von der Verwaltung gewünschten – Beteiligungsprozess, Bremer Kulturschaffende und Institutionen eingeladen, nicht nur ihre Bedarfe kundzutun, sondern auch mit über die potenziellen Zukünfte dieses Geländes nachzudenken.

Das Ergebnis unserer Arbeit, haben wir in eine 362-Seiten-starke Publikation gegossen, die zahlreiche Wege aufzeigt, mit dem Gelände und den darauf vorhandenen Schwierigkeiten umzugehen. Wir kommen darin zu dem klaren Ergebnis, dass eine kulturelle Nachnutzung des Geländes nicht nur MACHBAR, sondern auch SINNVOLL wäre. Und zwar schon allein aus dem Grund, dass die Fläche eine der wenigen Flächen ist, die sich noch in städtischem Besitz befinden und es natürlich wesentlich nachhaltiger ist, unter diesem Umständen Investitionen in die Zukunft zu tätigen, als Steuergelder in fragwürdige Public Private Partnerships zu versenken, wie es sie in Bremen schon an der ein oder anderen Stelle gibt.

Weil wir nicht für die Schublade arbeiten, haben wir gleich zu Beginn […] beschlossen, die Ergebnisse der Studie […] der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
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Buchumschlag der Studie

Weil wir nicht für die Schublade arbeiten, haben wir gleich zu Beginn des Prozesses – ebenfalls in Abstimmung und gemeinsam mit der Verwaltung beschlossen – die Ergebnisse der Studie in einer redaktionell zu einem gutlesbaren Buch aufbereiteten Publikation zu veröffentlichen und allen Teilnehmenden aus dem Partizipationsprozess sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Leider hat die Verwaltung ihr Wort dahingehend gebrochen, und zwar in einem Ausmaß, das uns bis hierhin auch noch nicht untergekommen ist und bei dem man mindestens auf die Idee kommen könnte, über Behördenwillkür nachzudenken. Die geplante Veröffentlichung wurde erst verwaltungsseitig unnötig in die Länge gezogen und sollte dann am Ende komplett blockiert. Lange wurden als Grund dafür Kostengründe für den Druck der Publikation vorgeschoben, woraufhin wir (mehrfach!) angeboten haben, die Kosten selbst zu übernehmen – weil wir, im Gegensatz zur Bremer Verwaltung, grundsätzlich zu dem stehen, was wir ankündigen, im Zweifel auch, wenn uns das selbst was kostet. Auf Nachfrage der Presse sollte die – seit über einem Jahr fertige – Studie dann plötzlich, mit einer gänzlich neuen Begründung – plötzlich gar nicht mehr veröffentlicht werden…

Zwei bis drei Presseartikel später ist sie dann letzten Endes doch klammheimlich im hintersten Eck der Verwaltungsseite und ohne weitere Ankündigung erschienen. Einfach nur peinlich, aber naja. Wir lassen uns und unsere Arbeit aber nicht wegverwalten und deshalb findet ihr die gesamte Studie jetzt auch hier – wenigstens als PDF,


Sorry Bremen, tut uns wirklich leid für euch!

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In dem gelockerten Vollzug wurde viel mehr Wert auf gemeinschaftliche Räume und Aktivitäten gelegt. Elemente wie Teppichböden, mit Holz verkleidete Decken und von rosa Vorhängen gerahmte Ausblicke in die Natur stehen in einem starken Kontrast zu den betonierten Gängen des geschlossenen Vollzugs. Die Einzelzellen sind hier in unterschiedlichsten Tapetenvariationen individualisiert und in einem Besichtigungsbericht Ende der 70er-Jahre wurde vermerkt, dass im Haus Ost durch die Häftlinge initiiert ein Bastelraum eingerichtet wurde.
Wir lassen uns unsere Arbeit nicht wegverwalten!
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